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Mittwoch, 24 Juni 2015 15:40

Chronik

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Der Beginn unseres Jahrhunderts brachte allenthalben Bestrebungen, eine Zusammenkunft aller Kräfte zu erwirken, wenngleich zunächst nicht in einer genau gegliederten und sichtbaren Organisationsform. Leider Griff der 1. Weltkrieg in die Geruhsamkeit der Entwicklung ein. Aber sofort nach Kriegsende konnten sich die Kräfte sammeln und es bagann die Arbeit des Wiederaufbaues. Wohl war der Anfang hart und wechselvoll; man mußte jeden Zoll des Bodens mit Mühe und Geduld erkämpfen. Der neue Fußballsport verlangte nieversagenden Idealismus und Opfergeist, allen Widerwärtigkeiten zu trotzen. Nicht nur die Schule, sondern auch sporttreibende Vereine standen der jungen Bewegung zunächst ablehnend gegenüber.

Im Jahre 1919 schlossen sich kraftsportbegeisterte junge Männer aus Bellenberg in einer Gemeinschaft zusammen und gaben dieser den Namen Athletik-Sport-Verein Bellenberg. Drei Jahre später im Jahre 1922 hoben Idealisten des Fußballsports den Fußballverein Bellenberg aus der Taufe. Die beherzten Männer waren:

ZANKER Johann, MANG Engelbert, DREXLER Anton, RENZ Stefan, HEINRICH Josef, ASCHMER Jakob, KAST Adolf, SAX Hugo, DREXLER Alfons, KAST Franz, KLOOS Josef, KLOOS Johann, FLECK Gustav, ASCHMER Josef, BÜRZLE Lukas (nach Niederschrift vom 20.12.1931)

Anfangs wurden die Kämpfe um das runde Leder durchwegs auf “Wiesen” ausgetragen. Schon zwei Jahre nach der Vereinsgründung fand die Einweihung der der Sportanlage an der heutigen Illerstraße statt. Dieses Gelände - halb Illergries, halb Kiesgrube - kostete eine Heidenarbeit bis sie spielfähig hergerichtet war. Die Fußballer griffen beherzt zu Pickel und Schaufel, zu Rechen und Schubkarren und wandelten in vielen Arbeitsstunden das Grundstück zu einem spielfähigen Sportplatz. Bürgermeister Konrad ließ es sich nicht nehmen, im ersten Verbandsspiel gegen den Patenverein Vöhringen auf hiesigem Platz den Anstoß zu machen.
Die folgenden Jahre waren mit einem regen Spielbetrieb ausgefüllt. Sportliche Erfolge gegen die Vereine der näheren Umgebung festigten den Mannschaftsgeist.

Sportplatzeinweihung im September 1923
FV Bellenberg - Kickers Vöhringen 0 : 4

l.-r. stehend: Josef Kloos, Stefan Renz, Monika Heinrich, Maria Kloos, Josef Bürzle, Theodor Kast, Hugo Sax, Emil Baumann, Josef Hartmann, Josef Heinrich, Ludwig Kast, Jakob Kast, Bürgermeister Konrad, Nikolaus Fischer, Rosa Holl, Anna Kast, Genovefa Aschmer, SR Sommer. kniend: Adolf Kast, Anton Drexler, Hans Zanker. sitzend: Johann Gaßner, Lukas Bürzle, Josef Heinz

1929 errang der FV Bellenberg sogar einen Spitzenplatz in der Bezirksliga. Auch gesellschaftliche Veranstaltungen förderten das Vereinsleben. Die Chronik - ab 1925 geführt - erzählt von Waldfesten mit leichtathletischen Wettkämpfen und von Weihnachtsfeiern mit Theateraufführungen; besonders erwähnt sind die gelungenen Faschingsbälle und Tanzkränzchen.

Am 23.08.1938 erfolgte der Zusammenschluß des FVB mit dem ASV. Als Vereinsführer wirkte Josef Kössinger, Abteilungsleiter für Leichtathletik war Franz Müller, für Schwerathletik Karl Aberel und für Rasensport Anton Drexler. Die Schriftführung übernahm Josef Bihlmaier, die Geldangelegenheiten erledigten Lorenz Nießer und Josef Metzger.

Am 29.06.1939 wurde Anton Drexler mit der Vereinsführung beauftragt. Der letzte Eintrag im Protokollbuch schließt mit der Bemerkung Anton Drexlers: “Von den anwesenden 11 Mitgliedern wurden 9 mit einem Amte beladen.”

1941 schließt das Protokollbuch.

In der ersten Hauptversammlung nach dem zweiten Weltkrieg wählten die zurückgekehrten Fußballfreunde am 12.11.1945 Josef Aumiller zum Vorstand. Das Vereinsleben erfaßte neben dem sportlichen auch den musischen Geist. Viel von sich reden machten damals die zahlreichen gutbesuchten Theateraufführungen. Die Geselligkeit wurde gefördert durch die vorzüglich organisierten Jahresausflüge, die meistens mit Freundschaftsspielen verbunden waren.

Spieljahr 1949/50

l.-r. Franz Köhler, Ludwig Hartung, Hans Kast, Josef Greil, Karl Frank, Franz Köhler, Siegfried Faber, Hans Göppel, Ludwig Sax, Franz Hanel, Franz Göppel, Theodor Greil, Karl Jäckle

Überhaupt erlebte der Bellenberger Fußballsport zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Blütezeit. Rückschläge blieben wohl nicht aus und führten 1954 zum Abstieg in die B-Klasse. 1957 aber sicherte sich der FV Bellenberg wiederum den begehrten Platz in der A-Klasse. Eine unentwegte zielstrebige Jugendarbeit macht sich bezahlt und formte einen kampfesfreudigen Nachwuchs.

Spielerkönnen und Mannschaftsgeist erbrachten dem FV Bellenberg in den Jahren 1961 und 1963 jeweils die Vizemeisterschaft.

Im März 1962 beschloß der Gemeinderat, den Sportplatz aus dem Neubaugebiet auf ein gemeindeeigenes Grundstück an der Auer Straße zu verlegen. In vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit erstand die neue Sportanlage und wurde am 26.07.1964 ihrer Bestimmung übergeben. Im selben Jahr kam der FV Bellenberg auch zur Würde des Bezirkspokalsiegers. Die Jahre nach dem Abstieg 1964/65 in die B-Klasse brachten manche Abwanderung guter Spieler mit sich. Dafür sorgten die zweite Mannschaft und die Jugend unter ihrem unermüdlichen Betreuer Adalbert Ott für erfolgreiche Begegnungen. Auch die AH-Mannschaft buchte manchen sportlichen Sieg, desgleichen die 1970 ins Leben gerufene Damenmannschaft des FV Bellenberg, die sich zum Bezirkssieger aufschwung. Unter Vorstandschaft von Karl Frank ab 1970 wurde derFVB Meister der B-Klasse. Somit war im 50. Jubiläumsjahr das Tor zur A-Klasse geöffnet. Im Jahre 1979 wurde man Bezirkspokalsieger und errang 1980 den Illertal-Wanderpokal. Prunkstück war die Damenmannschaft, die in der höchsten Württembergischen Klasse spielte.

Meister 1971/72

o.l.-r.: Wilfried Petrzelka, Trainer Xaver Bolkart, Jürgen Rietzel, Gerhard Schwach, Alois Renz, Wolfgang Nowak, Helmut Hartung, Günther Zanker, Volkmar Hoffmann, Ernst Petrzelka, u.l.-r-: Georg Schlegel, Joachim Platzdasch, Anton Martin, Günter Schnitzer, Alfred Baier, Gerhard Remiger

 

1982 feierte der FVB sein 60jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Jubelprogramm. In der letzten Juliwoche des Jahres 1985 erlebte Bellenberg ein Super-Fußballwochenende. Der frühere Torwart der “Ulmer Spatzen”, Walter Modick, verabschiedete sich mit einem großartigen Fußballereignis aus dem aktiven Sport. Der wohl größte in Sachen Fußball im Illertal , der seine Laufbahn beim FV Bellenberg begann (bis zum ersten A-Jugendjahr 1969), stand am 27.Juli 1985 zum letzten mal zwischen den Pfosten, in einer Superelf, die ihm zusammen mit der Meisterelf 1974 des FC Augsburg einschlieslich Helmut Haller Hochachtung erwies.

 

Nach 10 Jahren ununterbrochener Bezirksliga-Zugehörigkeit mußte der FV Bellenberg 1986 den Weg zurück in die A-Klasse antreten. Wohl begann sich bei den Jugendmannnschaften ein klarer Aufwärtstrend abzuzeichnen, dagegen mußte die Damenmannschaft wegen unüberbrückbaren Personalmangels aus dem Spielbetrieb gezogen werden.

 

Das Spieljahr 1988/89 brachte in der Vorstandschaft einen Wechsel. Vorsitzender Karl Frank gab das Steuer in andere Hände. 21 Jahre hatte er mit vorbildlichem ehrenamtlichen Einsatz die Geschicke des FV Bellenberg maßgeblich mitbestimmt. Die Mitgliederversammlung wählte Klaus-Peter Schödlbauer zu seinem Nachfolger.

 

1990 erlebte der FV Bellenberg in seiner Vereinsgeschichte einen großen Rückschlag. Nach einem bewegten Spieljahr mußte er aus der Kreisliga A 3/Iller in die Kreisliga B absteigen. Im gleichen Jahr wählte die Mitgliederversammlung erstmals eine Frau in die Vorstandschaft: Monika Schulze wurde zweite Vorsitzende.

 

Die Krönung des Jahres 1991 bildeten die Jugendmannschaften. Bellenbergs Reserve wurde Meister, während die erste Mannschaft den 3. Tabellenplatz der Kreisliga B 3/Iller belegte.

 

Der 31.Mai 1992 brachte die Gewißheit. Der FVB rückte sein Fußball-ABC zurecht. Es beginnt wieder mit A. Klassenerhalt hieß das oberste Gebot. Doch das Punktekonto schmolz und schon im Jahre 1993 mußte man sich wieder aus der Kreisliga A verabschieden.

 

Um so erfreulicher gestaltete sich die Jugendarbeit unter Jugendleiter Reinhold Windirsch. Im Spieljahr 1993/94 konnte der Verein mit sieben Jugendmannschaften aufwarten. Zwei Jahre später widmenten sich 20 zuverlässige, einsatzbereite Betreuer den Jugendfußballern.

Die Jahre ab Beginn des Jahrzehntes erforderten verschiedene notwendige Baumaßnahmen wie Sportheimerweiterung und Heizungsanlage. Hier wurden beachtliche Eigenleistungen vollbracht.Das Jubeljahr 1997 zeigt nüchterne Ergebnisse. Wenn aber der dünne Spielerkader verstärkt wird und sich zu einer spielfreudigen Mannschaft weiterentwickelt, wenn unentwegte Jugendarbeit Frücte zeigt, werden Erfolge nicht ausbleiben.

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